Kanzlerinnen-Wahl im #Fediverse. Für wen der 3 Kandidatinnen bist du?

#Btw2021 #btw21

@oliver Das sehe ich nicht so! Zwischen Baerbock, Scholz und Laschet gibt es Unterschiede. Und die sind für mich auch groß genug, um eine Entscheidung treffen zu können.

Dass die Kandidatinnen viele Gemeinsamkeiten haben, muss nicht unbedingt schlecht sein, sondern kann auch bedeuten, dass es in der Gesellschaft einen großen und breiten Konsens gibt. Die Demokratie lebt vom Kompromiss und Konsens. @kaffeeringe

@lauteshirn @kaffeeringe Das ist für meine Begriffe das wirklich tragische: Umfragewerte stürzen nicht mehr ab, weil jemand betrügerischen Banken unter die Arme greift, gar keine Regierungserfahrung hat oder rechtswidrig Wälder im Interesse von Energiekonzernen platt macht, sondern nur, wenn Mutter Natur vorführt, wohin solches Handeln führt.
Ich weiß noch nicht sicher, wen ich wähle - ich weiß nur, dass ich mit Bauchschmerzen aus dem Wahllokal treten werde.

@lauteshirn @oliver @kaffeeringe was bitte ist ein 'breiter Konsens'? Gibt es auch einen schmalen Konsens?

Kompromisse können in einer Demokratie nur funktionieren, wenn die Teilhabe und Inklusion gegeben ist. Wir leben aber in einer zunehmend ausschließenden Klassengesellschaft.

Daher: keine Alternative in deinen Optionen.

@tobi Natürlich gibt es einen breiten Konsens. Das ist ein Konsens, der von sehr von besonders vielen getragen wird.

Ich sehe auch, dass die Macht in unserer Gesellschaft nicht gleich verteilt ist. Ich denke dabei insbesondere an Minderheiten und ihre Sichtbarkeit. Ich sehe aber keine "ausschließende Gesellschaft". Was soll das sein?

Und auch in dem Punkt gibt es Unterschiede zw. den Kandidatinnen!
@oliver @kaffeeringe

@lauteshirn
Ausschluss findet schon dort statt, wo die materiellen Verhältnisse und Interesse der Einzelnen darüber entscheiden, inwieweit sie im parlamentarischen Prozess Berücksichtigung finden. In dem von @kaffeeringe verlinkten Podcast erklärt das der Politikwissenschaftler schon ganz gut. In Parlamenten finden wir nur das wieder, was Warren Buffet einst so süffisant wie höhnisch eingeräumt hat: den Klassenkampf, den das Kapital im Begriff ist zu gewinnen.

@oliver

@tobi @lauteshirn @oliver Ja, super. Ich kann mir auch eigenen Superkandidaten ausdenken und die vorhandenen dran messen. Letztlich sind alle Kandidaten Menschen in demokratischen Organisationen und keine Erlöser.
Zu Deinen abgesprochenen Problem gibt es übrigens einen guten Podcast: radiopublic.com/the-talking-re

@kaffeeringe @lauteshirn
Wo du von "Maßstäben" sprichst: es würde schon reichen, die "spitzen" Kandidat*innen und ihre Parteiprogramme am tatsächlichen Abstimmungsverhalten der Fraktionen zu messen. walomat.asta.tum.de/

Was wir gewiss nicht brauchen, sind Erlöser*innen. Wir brauchen aber noch viel weniger sog. realpolitische Zyniker*innen, die — um des persönlichen, eitlen Machtwillens wegen — die realen Machtverhältnisse zudecken. Keine Partei ist gefeit davor.

@oliver

@kaffeeringe
Danke für den Podcast-Tipp. Die in der Sendung angesprochenen Studien und Befunde kenne ich. Die daraus resultierenden Herausforderungen würden aus meiner Sicht aber radikalere Veränderungen nahe legen, als besprochen, denn sie sind zu Parteien-zentriert.
Übrigens hat "Nobbie" einen falschen Begriff von Ambiguitätstoleranz und missversteht daher den Problemkreis. Was er meint ist eigentlich Dialektik.
@lauteshirn @oliver

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